Liebe Patientinnen und Patienten


Zahn-Implantate als Ersatz – Warum ist das die Beste Lösung?

Fast jeder kennt die Situation, dass ein oder mehrere Zähne fehlen. Dies kann durch einen Unfall verursacht sein oder meist durch Zerstörung von Zähnen wegen Karies. Dahinter steckt sehr häufig eine falsche oder unzureichende Mundhygiene. Auch kann die Ursache in einer familiären Veranlagung für eine erhöhte Neigung zum Kariesbefall sein.
In die Richtung einer Veranlagung fallen häufig auch Zahnverluste wegen ausgeprägtem Knochenabbau, wobei sich auch relativ gut erhaltene Zähne immer mehr lockern und deshalb von selber verloren gehen. Diese Situation ist häufig über lange Zeit von Zahnfleischbluten beim Zähneputzen begleitet.
Vernünftigerweise sollten Zähne auch dann entfernt werden, wenn wiederholte Knochenentzündungen um nervtote wurzelbehandelte Zähne auftreten. Zahnverlust kann den Verlust eines Zahnes bis hin zum Totalverlust aller Zähne bedeuten. Die Probleme reichen von einer ästhetischen Beeinträchtigung (z. B. beim Verlust eines oberen mittleren Schneidezahnes) bis hin zu Ernährungsmangel-Symptomen bei Totalprothesenträgern. Bei diesen zahnlosen Mitbürgern steht wegen des schlechten Prothesenhalts meist nur noch flüssige und weiche Nahrung auf dem Speiseplan. Die Lebensqualität ist hier wirklich stark beeinträchtigt.
Wenn Zähne fehlen ist in nahezu allen Fallen der Zahnersatz auf künstlichen Zahnwurzeln "im Volksmund lmplantate" als einzig vernünftige Lösung zu empfehlen.

Dr. Dr. Eberhard Bender

Arzt für Mund, Kiefer und Gesichtschirurgie

Zertifizierter Zahn-Implantologe (DGI)

Folgende medizinische Gründe sprechen dafür, implantatgestützte Ersatzzähne oder Prothesen anderen Ersatzmöglichkeiten vorzuziehen:
  1. Wenn ein Implantat gesetzt wird, müssen Sie keine Nachbarzahne durch Beschleifen schädigen, was bei einer Brücke erforderlich ist. Man ist so von den natürlichen Nachbarzähnen unabhängig. Dies gilt nur für den Fall einer vorhandenen Zahnlücke.

  2. Implantate bieten denjenigen, die bestimmte Speisen nur noch betrachten aber nicht essen können endlich wieder die Möglichkeit, alles essen zu können. Bisher nicht festsitzende Totalprothesen können auf implantat-getragenen Stegen, Druckknöpfen oder auf sog. Teleskopen den dafür notwendigen Halt finden.

  3. Implantate werden nahezu ausnahmslos vom Kiefer vertragen. Implantate bestehen aus hochwertigem Titan, meist in Form einer Schraube. Allergische Reaktionen sind nicht bekannt.

  4. Bisher zahnlose Totalprothesenträger könnten mithilfe von einer größeren Anzahl von Implantaten eine nahezu komplette Wiederherstellung der ursprünglichen Bezahnung erhalten. Die Totalprothese gehört somit der Vergangenheit an.

  5. Sie verhindern mit einem lmplantat weitestgehend einen fortschreitenden Knochenabbau, weil ein lmplantat positiven ,,Stress" durch die Kaubelastung in den Knochen überträgt und den Knochenstoffwechsel dadurch anregt. Bei einer Brücke fehlt ebenso dieses wichtige Belastungskriterium, weshalb ein Knochenabbau (im medizinischen Sprachgebrauch: ,,Atrophie") nicht aufzuhalten ist. Zum Verständnis ist diese Situation vergleichbar mit einem Muskel, der, wenn er nicht trainiert wird, an Kraft und Umfang verliert - bestes Beispiel ist ein in Gips ruhig gestelltes Bein.

  6. Implantate werden in den neu aufgebauten Knochen nach einer bestimmten Abheilzeit eingesetzt - eine Zeit nach der dann endlich das normale Kauen ohne wesentliche Einschränkung möglich ist.

  7. Auch bei extremen Situationen von Knochenverlust können Implantate gesetzt werden. lm Oberkiefer ist hier ein Knochenaufbau in der Kieferhöhle häufig nötig (so genannter ,,Sinuslift") und im Unterkiefer ein Knochenaufbau im seitlichen Zahnbereich. Hier ist mit modernsten Methoden Knochenaufbau durch ausgereifte chirurgische Maßnahmen möglich. Der dazu benötigte Knochen sollte in aller Regel vor allem Eigenknochen sein. Dieser kann meist im Mund entnommen werden. In Ausnahmefällen wird man bei umfangreicherem Knochenbedarf Eigenknochen aus dem Becken oder der äußeren Schädelknochenschicht entnehmen. Um das operative Trauma möglichst klein zu halten, wird in vielen Fallen der Eigenknochen durch Ersatzknochen vom Rind oder synthetisch ergänzt. Eine Verwendung von nicht körpereigenem Ersatzknochen ist in besonderen Situationen auch möglich.

  8. Implantatgetragener Zahnersatz kommt der natürlichen Bezahnung am nächsten und steigert somit das Selbstwertgefühl. Verbesserte Lebensqualität ist damit für alle, ob alt oder jung nahezu garantiert - denn bei jedem, der ehrlich ist, hat das Essen einen erheblichen Stellenwert für das tägliche Wohlbefinden.

Es gibt zusammenfassend nur sehr wenige medizinische Gründe, die eine Implantatsetzung verbieten. Auch hohes Alter ist kein Hinderungsgrund - was vielleicht viele denken könnten. Gerade hier ist Hilfe mit lmplantaten häufig dringend erforderlich.
Sicherlich sind Implantate teurer als Brücken und Prothesen aber in Anbetracht der daraus resultierenden höheren Lebenswerte lohne sich diese Investition zweifellos.
Sollte Sie die geschilderte Problematik betreffen, so wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an Ihren Zahnarzt. Hat dieser ausreichend Erfahrung, so wird er die gewünschten Implantate selbst einsetzen. Ist dies nicht der Fall, oder ist die Situation besonders schwierig wird er Sie an einen Kieferchirurgen oder Oralchirurgen seines Vertrauens überweisen.

 

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